Beate Sommer
Schriftstellerin




"Für Elise" explodiert

Ein Duft wie die Summe aller Kindheitssommer






Überlebenskünstler - der Ableger muss sich aus dem Staub gemacht haben, bevor die Blumenampel vom Mehltau dahingerafft wurde.






Den Kirschen beim Erröten zugesehen. Er hier und all seine herbeigezwitscherten Kumpel ließen uns nicht eine einzige übrig. Das Schauspiel, wenn selbst Krähen und korpulente Elstern kopfüber an den wippenden Ästen turnten, um die begehrten Früchte zu ergattern, war's (beinah) wert.





Lass das Licht an, Liebster,

dass nicht schwarze Schatten schrecken

am Schluss,

wenn alle Worte weichen.

Nach der so beglückenden (die Sprachgewalt, das rauschhaft ausufernd Assoziative) wie bedrückenden Lektüre von McEwans "Lektionen". Eines Tages, wenn ich dem Autor meine Niedergeschlagenheit angesichts des Schlimmer-geht-immer verziehen habe, werde ich ihm eine neue Chance geben.






Schnee in Ostfriesland ist nicht so häufig, aber im März braucht das doch kein Mensch mehr. Zumal die Rosen auf ihren Schnitt warten. Heiße Schere - kaltes Herz. Wie beim Redigieren...

 




Ich liebe Textarbeit, doch diesmal hat mir meine Lektorin gefehlt, der ich es vertrauensvoll überlassen konnte, aus Sätzen herauszufinden, in denen ich mich verlaufen hatte.


 

Bild von Crawford Jolly aus Unsplash


Was lange währt...

September 2022