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Sharon Bolton, Böse Lügen

 
Man merkt Catrin ihre Verstörung kaum noch an. Nur wer sie gut kennt, wüsste, wie es in ihr aussieht. Wenn sie Nähe zuließe. Ihre Arbeit bei der Naturschutzbehörde ist das eine, was sie aufrecht erhält. Das andere ist der Gedanke an Rache. Bald ist es so weit. Bald jährt sich der Tod ihrer beiden Söhne zum dritten Mal. Dann wird Rachel sterben. Rachel, ihre beste Freundin aus Kindertagen.

Falklandinseln, 1994.  Der blutige Krieg zwischen Argentinien und England um die karge Inselgruppe ist seit zwölf Jahren vorbei. Vergessen ist er nicht. Als der kleine Archie verschwindet, mag niemand mehr an Zufall oder Unfall glauben, denn er ist der dritte Junge in nur zwei Jahren. Befindet sich ein Mörder unter den kaum zweitausend Bewohnern, von denen jeder jeden kennt und jeder alles über jeden weiß? Kaum denkbar, doch sahen nicht die ersten beiden Jungen Catrins Söhnen zum Verwechseln ähnlich? Was hat sie zu verbergen? Und was Callum, der Schotte, der  nach dem Krieg auf den Falklands geblieben ist? Kann man ihm trauen, wo er doch Catrins Liebhaber war? Mehr noch, kann er sich selbst trauen?

Nein, ein Thriller, wie es auf dem Umschlag heißt, ist dieser Roman nicht, eigentlich nicht mal ein Kriminalroman, und doch handelt es sich um eines der spannendsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Hier treibt kein perverser Killer sein Unwesen, hier wird nicht gefoltert und nicht gemetzelt – nun gut, mit einer Ausnahme, unvermeidlich und grandios geschildert. Vielmehr führt Sharon Bolton uns das Psychogramm dreier hochgradig traumatisierter Protagonisten vor Augen, unzuverlässige Ich-Erzähler, einer wie der andere, traurig und verzweifelt, dabei lakonisch und mit gelegentlich aufblitzendem, fein dosiertem Humor, und die dramatische Kulisse reflektiert deren Seelenzustand nicht nur, sie spitzt ihn zu.

Überhaupt: Um mich herum, auf dem Wasser, ist der gespiegelte Mond so regungslos und vollkommen, dass er glatt heil und unversehrt vom Himmel gefallen sein könnte. Sätze wie dieser, von leichter Hand eingestreut, nähren in mir die Hoffnung, dass, angesichts der steigenden Flut von simpel gestrickten, oftmals schlecht oder gar nicht lektorierten Texten auf dem Selbstverleger-Markt, und nicht nur dort, die Zeit für gut geschriebene Spannungsromane mit einer gehörigen Portion Tiefgang noch nicht vorüber ist.

Absolut fesselnd (also vielleicht doch ein Thriller?) von der ersten bis zur letzten Seite. Die letzten drei werden Sie gewiss mindestens zweimal lesen, das ging sogar mir so, die ich das Ende früh erahnte und mich dann doch habe in die Irre führen lassen. Unvergesslich! 

Manhattan Verlag €14,99   



Stephen Dobyns, Das Fest der Schlangen

 
Das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher! Binsenweisheit, klar, doch mittlerweile gestatte ich mir, die Lektüre abzubrechen, wenn ein Buch mich nicht innerhalb der ersten fünfzig Seiten zu fesseln vermag. Hier habe ich länger durchhalten müssen, hundertfünfzig Seiten etwa, in denen zahllose, (noch) nicht miteinander verwobene Handlungsstränge und wahre Horden an Personal mit verwirrenden Namen mein Gedächtnis mächtig forderten. Beispielsweise tauchen zwei Junior-Ausgaben ihrer Väter auf, aber nur einer der Väter; Woody ist mitnichten der afroamerikanische Polizist (man verzeihe der in Ostfriesland lebenden alternden Autorin, dass sie versucht war, Ebenholz als Eselsbrücke im Hirn zu implementieren), sondern grad der andere; Ähnlichkeiten bei der Namensgebung brauche ich wohl nicht mehr zu erwähnen. Es war so mühsam, den roten Faden zu finden und das Personal wenn schon nicht auseinanderzuhalten, dann doch wenigstens einigermaßen sicher in gut und böse, vielmehr in halbwegs gut und nicht ganz böse, zu unterteilen, dass mir beinahe entfallen wäre, was Dobyns‘ Bücher so besonders macht: seine Sprache und sein ironischer, dabei keineswegs liebloser Blick auf die Welt. Die Welt?

Brewster, Rhode Island, eine typische amerikanische Kleinstadt, langweilig und öde. Bis ein Baby aus dem Krankenhaus entführt wird und man an seiner statt eine Schlange vorfindet. Ein Mann wird ermordet, sogar skalpiert. Eine Katze wird aufgehängt. Blutrünstige Kojoten streifen durch die Straßen. Ein Mann wird zum Tier. Ein Teufel vergewaltigt junge Mädchen. Ein Hexen- und Satanskult treibt die Bewohner Brewsters an den Rand ihres Realitätssinnes – und darüber hinaus. Und was passiert wirklich im „Ofenpalast“?

Mittendrin im Chaos Hercel, ein gewitzter Zehnjähriger mit einer ganz besonderen Gabe, die er zu verheimlichen sucht. Vor allem vor seinem Stiefvater, den er Mr. Krause nennen muss, dem traut er nicht über den Weg. Wie gefährlich der tatsächlich ist, wird Ihnen den Atem rauben.

War es das Schicksal Hercels, das mich so berührt hat, dass ich nicht aufgegeben habe? Einerlei, es hat sich wahrlich gelohnt einzutauchen in die detailbesessene Schilderung  menschlicher Abgründe, die allzu dicht hinter bürgerlich-braven Fassaden lauern. Ein Mikrokosmos tut sich auf, wie er allgemeingültiger kaum geschildert werden kann. Beiläufig streut Dobyns Übersinnliches ein, halbwissenschaftlich begründet, und es ruft mal ein Schaudern, mal ein ungläubiges Kopfschütteln hervor, kann ja gar nicht sein, und richtig, kein Hokuspokus, sondern bitterste Realität – und doch führt er Sie an der Nase herum, ganz am Ende, augenzwinkernd schaut er Ihnen über die Schulter und lacht sich ins Fäustchen.

Dies ist ein Roman, der Sie lange nicht loslassen wird, und Punktabzug gibt es allein für die Mühsal am Anfang und die uninspirierteste Liebesszene, die ich je gelesen habe. 

C. Bertelsmann Verlag, €14.99      


Nickolas Butler, Shotgun Lovesongs

Shotgun  wedding wird gemeinhin mit Zwangsheirat übersetzt, doch das trifft die Sache nicht. Entscheidend ist die Gender-Frage, denn der Mann ist es, dem vom Vater einer Tochter die Pistole (das Gewehr) auf die Brust gesetzt wird, der Mann, der sein Vergnügen gehabt hat und nun gezwungen wird, eine ehrbare Ehefrau aus der schwangeren Tochter zu machen. Und augenblicklich haben wir archaische Bilder vor Augen, die allesamt Filmen entstammen, Western, in denen die Ehre immer den Preis für die beste Nebendarstellerin erhält. Obgleich wir uns in diesem Roman räumlich wie zeitlich recht weit vom „wilden Westen“ entfernen, gibt es unleugbar Analogien.

Henry und Beth sind seit ihrer Jugend ein Paar und haben ihren Heimatort Little Wing, Wisconsin, nie verlassen. Das Leben auf ihrer Farm ist ein einfaches, hart am Rande des Existenzminimums, aber sie haben einander und zwei wohlgeratene Kinder.

Ronny hingegen ist viel herumgekommen als er noch ein gefeierter Rodeo-Star war.  Eine Hirnblutung mit anschließender Notoperation haben einen anderen Menschen aus ihm gemacht: langsam, kindlich-naiv und hilfsbedürftig.

Kip ist ein erfolgreicher, ja besessener Rohstoffmakler an der Börse in Chicago. Er steht ständig unter Strom, schneller, höher, weiter, führt ein Leben ohne Fokus, bis er Felicia kennenlernt. Er kauft die stillgelegte Futtermühle in Little Wing, wieder ein Großprojekt, aber eins das ihn nach Hause bringt, full circle.

Und dann ist da noch Leland, eigentlich Lee.

Er war der Beste von uns allen. Er schrieb Lieder über unseren Flecken Erde: die allgegenwärtigen Maisfelder, die bewirtschafteten Wälder, die buckeligen Hügel und die eingekerbten Täler. Die schneidende Kälte, die viel zu kurzen Tage, den Schnee, den Schnee, den Schnee. … Wir kannten jedes Wort von jedem seiner Lieder und manchmal kamen wir sogar selbst darin vor.“

Lees Tourneen führen ihn um die ganze Welt, nach Hause kommt er nur, um sich zu erden, wenn die Rastlosigkeit seines Lebens allzu übermächtig wird. Und zu Kips Hochzeit, ein Ereignis, das seine Schatten vorauswirft.

Alte Gefühle und neue Einsichten verschieben sich, tektonischen Platten gleich, unmerklich zunächst, doch mit ungeahnten Folgen, die schließlich in einem Heartbreak-Finale kulminieren.

Shotgun Lovesongs von Nickolas Butler ist ein Debut  –  aber was für eines. Freundschaft, Heimat, Liebe – Themen, die allzu leicht in unsäglichen Kitsch abgleiten könnten, hier sind sie wunderbar poetisch und herzerwärmend umgesetzt. Dass ein Autor, der gerade mal Mitte dreißig ist, so wehmütig über die Jugendzeit zu schreiben vermag, ist an sich schon bemerkenswert, und wäre einem die Musik geläufig (es gibt, sehr löblich, einen „Soundtrack“ zum Buch im Internet), die das Buch durchzieht wie eine pulsierende Ader, vermeinte man, eine Geschichte aus der eigenen Jugend zu lesen, einerlei, wie lange das her ist. Damals eben. The way we were

Klett-Cotta, € 19.95  


S. J. Watson
Ich. darf. nicht. schlafen.

Christine Lucas wacht auf, und alles ist ihr fremd: ihre Umgebung, der Mann neben ihr, sogar ihr eigenes Spiegelbild. Jeden Morgen. Und jeden Morgen lernt sie aufs Neue: Sie befindet sich in ihrem eigenen Zuhause, der Fremde ist ihr Ehemann Ben, und sie ist 47 Jahre alt, nicht Anfang zwanzig, wie sie glaubt. Seit einem Unfall leidet sie unter einer speziellen Form von Amnesie, die dazu führt, dass alles, was sie tagsüber gelernt hat, wieder ausgelöscht wird, sobald sie einschläft. Ben erklärt ihr rührend geduldig wieder und wieder ihr Leben, sogar ein Album hat er eigens für sie angelegt, doch sie weiß, sie wird nie wirklich wissen, wer sie ist oder wer sie war. Und sie wird niemals wieder sein, was sie einmal war.

Ein Anruf verwirrt sie vollends: Dr. Nash behauptet, ihr Arzt zu sein und seit Wochen mit ihr zu arbeiten. Sie führe ein Tagebuch, es sei versteckt in ihrem Schlafzimmerschrank. Ben wisse nichts von alldem, doch sie müsse es unbedingt lesen. Sie schaut in den Schrank. Tatsächlich, da ist ein Tagebuch, und es trägt eindeutig ihre Handschrift. Fieberhaft beginnt sie zu lesen und entdeckt, dass sie sich an mehr und mehr Bruchstücke ihres Lebens erinnert hat. Aber warum sprechen weder Ben noch Dr. Nash darüber? Kann sie ihnen noch trauen?

S. J. Watson hat einen beeindruckenden Erstling vorgelegt, einen Thriller, der kein Blut braucht, keinen perfiden Serienkiller, um Hochspannung zu generieren. Hier brennen Sie darauf, weiterzulesen, schon allein, weil Sie wissen wollen, ob Christine es endlich schaffen wird, die Lücken von Jahrzehnten in nur ein paar Stunden zu schließen, bevor sie wieder einschläft. Oder bevor sie entdeckt wird. Nein, dies ist kein Whodunnit – die Zahl der Verdächtigen ist sehr überschaubar. Sie werden früh wissen, wer der Böse ist. Und doch ist alles ganz anders, als Sie gedacht haben.

Lassen Sie die Geschichte auf sich wirken. Sie hallt nach. Denn sie stellt eine elementare Frage: Was sind wir ohne Erinnerungen? Nichts - die Antwort so naheliegend wie schwindelerregend. (Fischer Taschenbuchverlag € 9,99) 


John Hart, Das letzte Kind

Die 12-jährige Alyssa verschwindet, und für ihren Zwillingsbruder Johnny bricht die gesamte Welt aus den Fugen: Der Vater verlässt die Familie, die Mutter beginnt zu trinken und flüchtet sich in eine Beziehung zu einem niederträchtigen, gewaltbereiten Mann, den er zutiefst verachtet. Getrieben von dem Wunsch, dass alles wieder so werden möge, wie zuvor, macht Johnny die Suche nach seiner Schwester zu seiner Lebensaufgabe. Hin- und hergerissen zwischen seinem  Beschützerinstinkt gegenüber seiner Mutter und seiner größten Angst, dass jemand von offizieller Seite merken könnte, unter welchen Umständen er lebt, steht Johnny ein ums andere Mal vor schier unlösbar scheinenden Schwierigkeiten. Und der einzige, der zu ihm steht, nach Möglichkeit, ohne dass Johnny dahinterkommt, ist Detective Hunt, selbst ein Getriebener, dessen Familie an seiner Besessenheit von eben diesem Fall zerbrochen ist.

Ein zwölfjähriger Detektiv? Ja, und kaum einer war je so gewitzt und zäh und ausdauernd wie Johnny, wenn er jedem Hinweis, jeder Ahnung Hals über Kopf auf den Grund geht, rücksichtslos fast, auch gegen sich selbst und seine Sicherheit. Seine unermessliche Einsamkeit wird Sie zu Tränen rühren, und wieder und wieder wird Ihnen das Herz stocken, dass Sie ihm ein "tu's nicht!" zurufen möchten, ihn bei der Hand nehmen und ihm versichern, dass alles gut werden wird. Was natürlich nicht stimmt, jedenfalls nicht ganz, aber vielleicht doch, irgendwie?

Ein Krim? Ein Thriller? Schon, ja. Aber auch weit mehr als das. Eine unwiderstehliche Mischung etwa aus "Huckleberry Finn" und den großen Romanen Steinbecks mit Chandlerschem Einschlag, klug, einfühlsam und irrsinnig spannend. Schwer vorstellbar? Na, dann lesen Sie halt selbst. (btb €9,99)


Tana French, Totengleich

Die Polizistin Cassie Maddox wird zu einem Tatort gerufen, obwohl sie nicht mehr bei der Mordkommission arbeitet. Als sie das Opfer sieht, begreift sie, warum sie geholt wurde, denn die Tote gleicht ihr aufs Haar. Ihr Name ist Lexie Madison. Die aber hat nie existiert, war eine erfundene Identität für einen Undercover-Einsatz Cassies. Wem hat der Mordanschlag nun gegolten? Cassie in ihrer Eigenschaft als Polizistin in der Abteilung für häusliche Gewalt? Cassie als Lexie während ihres Undercover-Einsatzes? Der Unbekannten als Lexie? Oder der Unbekannten aus einem vorherigen Leben, über das niemand etwas weiß?

Nach einigem Zögern schlüpft Cassie abermals in die Rolle Lexies. Die Tote wird für lediglich schwer verletzt erklärt, und sie kehrt zurück in das alte Herrenhaus, das sie sich mit vier Kommilitonen teilt. Eine verschworene Gemeinschaft, in der Cassie sich mehr als wohl fühlt. Sie streift das fremde Leben über ihr eigenes, wie eine zweite Haut, es ist, als hätte sie nie anderswo, mit anderen Menschen gelebt, und doch kann die kleinste Unaufmerksamkeit tödlich sein ...

Schon „Grabesgrün“, der erste Roman der Autorin, ist ein tolles Buch. Dies hier übertrifft es noch. Ein psychologischer Krimi vom Feinsten. Entwicklungsroman und Liebesgeschichte in einem. Wehmütig. Spannend. Poetisch. Humorvoll. Und mörderisch. Siebenhundertachtzig Seiten. Keine Zeile zuviel!
Fischer TB, € 8,95

Gisa Klönne, Farben der Schuld

Ein Mann im Priesterornat wird vor einer Kirche tot aufgefunden. Er wurde ermordet, regelrecht hingerichtet, Tatwaffe ein Schwert. Doch in Köln tobt der Karneval, und der Priester entpuppt sich als unecht. Als ein zweites Opfer nach demselben Schema sein Leben lässt, diesmal ein echter Priester, beginnen Manni Korzilius und Kollegen im Umfeld der Kirche zu ermitteln, stoßen jedoch auf eine salbungsvolle Mauer aus Schweigen.

Hauptkommissarin Judith Krieger leidet seit ihrem letzten Einsatz unter einem schweren Trauma und ist vom Dienst befreit. Durch ihre Gespräche mit dem Polizeiseelsorger gerät sie unvermutet in die Ermittlungen, die, als ein junges Mädchen verschwindet, immer dringlicher werden ...

Auch der vierte Roman um Krieger und Korzilius besticht durch gekonnten Spannungsaufbau, genaue Recherche und herausragend guten Stil. Die Weiterentwicklung der Hauptfiguren macht die Lektüre zu einem besonderen Vergnügen: Manni gewinnt tatsächlich an Sympathie und Judith - aber nein, das soll hier nun wirklich nicht verraten werden.
Ullstein TB, € 8,95 

Wally Lamb
Die Stunde, in der ich zu glauben begann

Dieses Buch zu besprechen schiebe ich seit Wochen vor mir her. Dabei habe ich die knapp 750 Seiten in nur drei Tagen gelesen. Ohne mich auch nur eine Sekunde zu langweilen. Selten bin ich so gut und so anspruchsvoll unterhalten worden. Selten greift ein Buch so allumfassend Lebenswirklichkeit auf wie dieses, Fiktion und bittere Realität verwoben zu einem bewegenden Roman voller Menschlichkeit und Hoffnung. Dennoch – würde ich detailliert den Inhalt schildern, Sie würden sich vielleicht nicht darauf einlassen. Und das sollten Sie. Unbedingt. Sie werden das Buch nicht aus der Hand legen können, obgleich Caelum Quirk Ihnen zunächst eher unsympathisch sein wird, er hat etwas von einem jammernden Egozentriker, das ziemlich auf die Nerven geht. Aber der Mann ist lernfähig, wenn auch nicht gefeit gegen gelegentliche Rückschläge. Lesen Sie – und Sie werden die Welt mit anderen Augen betrachten.
Piper TB € 10,95

P.S. Falls Sie es noch nicht kennen, empfehle ich an dieser Stelle noch Früh am Morgen beginnt die Nacht vom selben Autor (List TB, €10,99),  die Geschichte von zwei Brüdern, der eine ist psychisch krank, der andere, gesunde, macht die Therapie. Sie sehen, manche Besprechungen sind leichter als andere.

Watt Key, Alabama Moon

Der zehnjährige Moon lebt seit jeher allein mit seinem Vater in den Wäldern Alabamas, fernab von jeglicher Zivilisation. Von ihm hat er gelernt, wie man in der Wildnis überlebt.
Er kann jagen, Fallen stellen, Wild zerlegen; er weiß welche Pflanzen essbar sind und wie man Unterstände baut. Als der Vater stirbt, macht er sich auf den Weg nach Alaska, wo es viele Menschen geben soll, die auf diese Art leben. Natürlich kommt es zu einem "clash of cultures", als Moon aufgegriffen und trotz heftiger Gegenwehr in ein Heim verfrachtet wird. Irrwitzig sein Fluchtplan, doch mit der Hilfe von Kit, dem schwachen Jungen mit dem dünnen Haar, und Hal, dem gröbsten Schläger der Truppe, gelingt er. Hinreißend komisch, wie die auf sie gehetzten Bluthunde des durchgeknallten Polizisten sich ihnen schwanzwedelnd anschließen, wie überhaupt Moon mit seiner naiven Gradlinigkeit (seine Rechte ist nicht zu verachten) dem Polizisten Schnippchen um Schnippchen schlägt. Herzergreifend traurig, wie Kit schwächer und schwächer wird und schließlich stirbt, Moon im Gefängnis landet. Aber ach, es gibt sie noch, die idealistischen Helfer, die dafür sorgen, dass Moon nicht im System steckenbleibt, und so kommt es zum erleichterndsten Happy-End der Jugendliteratur. (Für alle ab 10: Hier kommt Euer/Ihr Held, Oetinger TB,      € 8,95)

 
 
Jodi Picoult, Neunzehn Minuten

Hier ist ein Buch, das Sie nicht lesen wollen. Ein Buch mit einer Botschaft. Tun Sie es trotzdem! Es kommt zurecht, in einer Zeit, da die Verschärfung des Jugendstrafrechts mehr oder weniger differenziert diskutiert wird. Da die Errichtung von sogenannten Boot-Camps (Lesen Sie hierzu auch das gleichnamige Buch von Morton Rhue)erwogen wird. Wollen wir allen Ernstes wegschließen, was wir uns erst im Extremfall die Mühe machen wahrzunehmen? Jodi Picoult sieht hin, sehr genau.
Peter Houghton ist 17 Jahre alt. Er braucht gerade einmal 19 Minuten, um an der Sterling Highschool 10 Menschen zu erschießen und weitere zu verletzen. Nur bei sich selbst zögert er einen Augenblick zu lange und wird festgenommen. Sein Anwalt versucht herauszufinden, was im Einzelnen passiert ist, und warum.

Peter Houghton ist 17 Jahre alt. Er wurde schikaniert seit er 5 war. Die ganze Zeit. Mit zunehmender Grausamkeit. Von Mitschülern. Vom eigenen Bruder. Er sucht keine Hilfe, weil er weiß, dass das die Situation noch verschlimmern würde. Nur Josie Cormier, Sandkasten-Freundin und Tochter einer Richterin, setzt sich für ihn ein, bis sie eines Tages nicht mehr kann, nicht länger Außenseiterin sein will und sich von ihm abwendet. Sie stirbt nicht bei dem Amoklauf, aber sie kann sich an nichts erinnern ...
Peter Houghton ist 17 Jahre alt. Ein Opfer, das zum Täter wurde. Denken wir zurück: Kindheit ist nicht schön (wehr dich einfach, petzen tut man nicht, etc.), wer von uns hat nicht das Erwachsenenalter herbeigesehnt, weil wir glaubten, dann könne man uns nichts mehr anhaben? Aber Mobbing ist keine Erfindung der Medien und beginnt nicht erst am Arbeitsplatz. Die alltägliche Gewalt findet auch im Straßenverkehr statt oder beim Einkaufen, und das Lästern beim Abendbrot über merkwürdige Nachbarn ist nichts anderes als Ausgrenzung, all dies so alltäglich, dass wir es kaum wahrnehmen, schon gar nicht als Gewalt. Jugendgewalt beginnt nicht mit dem Amoklauf oder dem krankenhausreif geprügelten Rentner. Sie gipfelt darin.
Ein Buch mit einer Botschaft? O ja.
(Piper TB, € 9,95)

 

Elisabeth Herrmann, Die 7.Stunde

Ein am Rande des Bankrotts entlang schlitternder Anwalt übernimmt die Jura AG an einer Privatschule. Die Fassade des Schönen, Guten, Reichen ist marode. Die Schüler sind nach dem Selbstmord einer Klassenkameradin verschlossen und verstört, und auch die Lehrer sind kaum offener. Was zunächst wie ein geheimnisvolles aber harmloses Rollenspiel wirkt, eskaliert, als eine Schülerin vergiftet wird, und gipfelt schließlich in einem fulminanten und beklemmenden Show-down. Elisabeth Herrmann hat einen herausragenden Kriminalroman vorgelegt, erfreulich abseits der hierzulande zur Zeit angesagten minimalistischen Tendenzen des Genres. In bester angelsächsischer Erzähltradition verknüpft sie den klassischen "Whodunnit" mit dem Porträt einer Gesellschaft, der nicht viel heilig ist - stilsicher, humorvoll, schlafraubend spannend.
(List, € 8,95)

 

Marisha Pessl, Die alltägliche Physik des Unglücks

Das Buch ist dick (600 Seiten), die Schrift extrem klein. In jedem Absatz findet sich mindestens eine Klammer mit Anmerkungen, und gelegentlich ist der Text auch noch von Zeichnungen unterbrochen. Die Autorin ist jung, sehr jung, und so schön, dass man geneigt ist zu glauben, sie habe es allein aufgrund ihrer ätherischen Ausstrahlung zu einer Veröffentlichung gebracht. Nichts davon war dazu angetan, mir Lust auf dieses Buch zu machen. Und niemals bin ich eindrucksvoller eines Besseren belehrt worden.
Blue van Meer hat seit dem frühen Tod der Mutter nie länger als ein Semester am selben Ort verbracht. Ihre Heimat ist die Straße und ist, vor allem, dort, wo ihr Vater ist. Auf ihren Reisen kreuz und quer durch die Staaten führen die beiden endlose Diskussionen, gespickt mit seitenlangen Zitaten, ein intellektuelles Kräftemessen, dessen Ausgang immer öfter ungewiss ist. Ihr letztes College-Jahr soll Blue nun an einem Ort verbringen dürfen, an einer der besten Schulen des Landes. Doch die versprochene Idylle erweist sich schon bald als trügerisch ...
Bei diesem Roman stimmt einfach alles: Sprache und Sprachwitz, Handlung und Nebenhandlungen (die erst zum Schluss ihre fast wahre Bedeutung entfalten). Stil- und pointensicher geschrieben, intelligente und mitreißende Unterhaltung vom Feinsten. Die Autorin wird mit Donna Tartt verglichen, zu unrecht, wo "Die geheime Geschichte" ein angestrengtes Konstrukt ist, sprüht dieses Buch Funken.
(Fischer, € 10,95)

 

Elia Barceló, Das Rätsel der Masken

Jahre nach dem Selbstmord des gefeierten Schriftstellers Raúl de la Torre beginnt der Kritiker Ariel Lenormand dessen Biographie zu schreiben. Was eine ganz normale wissenschaftliche Arbeit werden soll, entwickelt sich mehr und mehr zu einem Labyrinth aus Vermutungen, Verdächtigungen und Lügen. Allein Amelia, die erste Frau Raúls, kennt die entscheidende Wahrheit. Aber wird sie sie auch preisgeben? - Ein faszinierendes Vexierspiel wechselnder Perspektiven und Versionen, dessen Sog man sich unmöglich entziehen kann. Eine literarische Spurensuche, die dem Leser stets einen kleinen Schritt Vorsprung gewährt. Und ein glänzend geschriebener Roman über die ganz große Liebe - und ihre Abgründe. (Piper, € 9,95)

 

Gisa Klönne, Der Wald ist Schweigen, Unter dem Eis, Nacht ohne Schatten

Es gilt, eine Krimi-Autorin zu entdecken, deren Romane die Grenzen des "typisch deutschen" Krimis aufs Schönste überschreiten. Spannung, die nicht aus Brutalitäten erwächst, starke, originelle Charaktere, die sich entwickeln und einprägen, Lokal-Kolorit, das nicht dem Selbstzweck dient, atmosphärisch wie sprachlich überzeugend. Was will man mehr? Mehr geht nicht.
(Ullstein, € 8,95, € 8,95, € 19,90) 

 

Jeanne Birdsall, Die Penderwicks

Was passiert, wenn vier Schwestern mit ihrem Vater und dem Familienhund Hound verreisen? Eine Menge! Rosalind verliebt sich, Skye auch, jedenfalls so ähnlich, Jane schreibt DEN Abenteuerroman und Batty ist meistens unsichtbar, außer wenn sie die Kaninchen des Gärtners streicheln darf. Wenn nun aber die Kaninchen ausreißen, der Sohn der Hausherrin vor der Militär-Akademie bewahrt werden muss, Batty tatsächlich verschwindet und es mit der Liebe doch nicht so richtig klappt, braucht Vater Penderwick seine ganze Weisheit - die er zumeist auf Latein von sich gibt. Eine hinreißende Familiengeschichte, anrührend, komisch, spannend.
(Für Menschen ab 11, Carlsen, € 6,95)

 

Jodi Picoult, Beim Leben meiner Schwester

Als die dreizehnjährige Anna sich einen Anwalt nimmt, weil sie nicht länger als Organspenderin für ihre leukämiekranke Schwester herhalten will, gerät das ohnehin prekäre Gefüge ihrer Familie ins Wanken. Nein, sagen Sie?, lieber nicht, zu traurig, zu nah dran vielleicht? Ja, dieses Buch ist herzzerreißend traurig, aber ohne je deprimierend zu sein, und ja, Sie werden weinen, aber, man glaubt es kaum, auch lachen. Und Sie werden es nicht aus der Hand legen, denn es ist spannender als jeder Thriller, mit einer völlig unerwarteten Wendung zum Schluss. Bewegend und einfach unvergesslich! (Piper, 8,95) 

 

 

Christoph Hein, In seiner frühen Kindheit ein Garten

Wir erinnern uns, wenngleich vage, an den Fall Wolfgang Grams, den Terroristen, der unter nie geklärten Umständen bei einem Schusswechsel ums Leben kam, als er in Kleinen verhaftet werden sollte, an die politischen Folgen, den kurzen Skandal. An die Einstellung des Verfahrens trotz widersprüchlicher Zeugenaussagen kaum mehr, Empörung währt bestenfalls so lange, wie ein Thema in den Medien präsent ist - es sei denn, man ist persönlich betroffen. Mal ehrlich, haben wir uns je gefragt, wie es seinen Eltern, Geschwistern oder Freunden zumute sein muss? Dieser Frage geht Christoph Hein in seinem neuen Roman nach.
Der (fiktive) Vater eines Terroristen, ein ehemaliger Gymnasialdirektor, der sein Leben lang geradezu akribisch an den Werten unserer Gesellschaft festgehalten hat, kann die Vergangenheit nicht ruhen lassen. Er hat nie verstanden, was seinen Sohn in den Untergrund trieb und nie erfahren, was bei dessen versuchter Verhaftung tatsächlich vorgefallen ist. Er will Antworten, auch dann, wenn sie sein eigenes Verhalten in Frage stellen, und mehr noch, er will Gerechtigkeit. Er, der einen Eid auf die Verfassung geschworen hat, und stets voller Überzeugung dafür eingetreten ist, hält das für selbstverständlich, unser Rechtssystem kann unmöglich auf zweierlei Maß beruhen, und so beschreitet er den gewundenen Weg durch alle Instanzen der Justiz. Die Konsequenz, die er schließlich aus dem Erlebten zieht, überrascht niemanden so sehr, wie ihn selbst. Ein überflüssiges Buch, stand in der FAZ zu lesen. Mitnichten. Ein wichtiges und bewegendes Plädoyer gegen das Vergessen. (Suhrkamp, 8,90) 

 

Arne Dahl, Tiefer Schmerz

Zugegeben, ich mag skandinavische Krimis nicht. All die traurigen Figuren, die sich mehr schlecht als recht durch ihr armseliges Leben schleppen, gebeutelt vom korrupten System und kaputten Beziehungen, Trost suchend in Alkohol und Drogen oder beidem, und wenn tatsächlich einmal eine Person auftaucht, auf die nichts davon zutrifft, sie womöglich gar dem Mörder entkommt, dann stirbt sie unweigerlich an Krebs. Es ist zum Heulen. Natürlich sind sie nicht alle so extrem, aber die Ausnahmen sind rar und merkwürdig schlecht geschrieben, so, als könne Sprache nur im Zusammenhang mit Tragik gedeihen, selten enthalten die Sätze mehr als fünf Wörter, von denen mindestens drei belanglos sind, und die Figuren agieren so hölzern wie sie sprechen. Es ist zum Davonlaufen. Nun aber habe ich endlich meinen "Alibi-Schweden" gefunden: Arne Dahl. Mit "Tiefer Schmerz" legt er einen Kriminalroman (seinen vierten) vor, der an Spannung kaum zu überbieten und zudem hervorragend geschrieben ist.
Eine bizarre Mordserie (grausam, aber nicht darin schwelgend) lässt die Stockholmer Sonderermittler um Paul Hjelm und Kerstin Holm nach einer Verbindung zwischen den Opfern suchen, die es eigentlich nicht geben kann. Eine temporeiche Jagd durch Europa beginnt, auf den Spuren organisierter Kriminalität und dunklen Kapiteln der Vergangenheit und der überraschenden Verknüpfung von beidem.

Humorvoll (!), beinahe skurril, und dennoch nicht mit fälliger Kritik an unserer globalisierten Welt sparend. Intelligent, ja philosophisch, ohne belehrend zu sein. Und anrührend. Zum Heulen schön!  (Piper, € 8,95)

 

Ann-Marie MacDonald, Wohin die Krähen fliegen

Unglücksboten seit jeher, sind es die Krähen, die das im Wind flatternde blaue Kleid entdecken, das tote Mädchen. Ein Bruch, gewiss nur ein Trugbild in der Idylle eines kanadischen Luftwaffenstützpunktes Anfang der sechziger Jahre. Wir sind aufgeklärt, nichts liegt uns ferner, als die Fehler unserer Eltern zu wiederholen, auch haben wir unsere Lektionen in politischer Korrektheit gepaukt, bis sie zu uns zu gehören schienen, wie ein liebgewonnenes Kleidungsstück, das nur noch gelegentlich kratzt, wenn der Weichspüler gleicher Herkunft, gleichen Status versehentlich weggelassen wurde. Und selbst dann wachsen wir über uns selbst hinaus, die Zeit der Unmenschen ist vorbei und nicht vergessen, wir nehmen Anteil, zähneknirschend manchmal, aber wir tun, was getan werden muss, was die Menschlichkeit gebietet.
Wären die Krähen nicht, man wollte an diese bessere Welt glauben, das Es-war-einmal austauschen gegen ein Es-wäre-möglich-gewesen und mit aller Kraft festhalten an dem Wunsch, dass Menschen aus der Geschichte gelernt haben könnten, im Großen wie im Kleinen - die Krähen und die vage Erinnerung an diese Zeit des beginnenden Kalten Krieges, Schlagworte nur noch, die Kuba-Krise und Chruschtschow, der Wettlauf ins All und der Vietnam-Krieg.
Eine verwirrende Zeit für die neunjährige Madeleine McCarthy, deren Vater, nachdem er in Deutschland stationiert war, nun nach Kanada versetzt wird. Wieder einmal ein neues Zuhause, das zu schaffen ihrer Mutter so mühelos gelingt, neue Freunde, die zu gewinnen sie manche Warnung in den Wind schlägt, eine neue Schule. Und Mr. March, der Klassenlehrer, der die Kinder drillt, unter den Pulten Schutz vor Atombomben zu suchen und der die Schülerinnen, die er zu Lernschwachen deklariert, nach dem Unterricht zu Turnübungen dabehält, die die Konzentrationsfähigkeit steigern. Peinlich, aber unaussprechlich. Bis eine von ihnen ermordet wird. Bis der Schwächste dieser vorgeblichen großen Gemeinschaft der Tat verdächtigt wird, der willfährigste Sündenbock.
In diesem Sommer endet Madeleines Kindheit unwiderruflich und nahezu unbemerkt von ihrer zweckoptimistischen Mutter, denk an etwas Schönes, Kind, ihrem Vater, der sich im Dienste der Freiheit in geheime Aktivitäten hat hineinziehen lassen und dafür die Wahrheit opfert. Und wenn Madeleine Jahre später herausfindet, was sich damals wirklich abgespielt hat, wird Ihnen der Atem stocken vor der Ungeheuerlichkeit dieser Tat - und auch vor Bedauern, denn Sie wissen genau, an welcher Stelle und auf welche Weise der Verlauf der Geschichte hätte verhindert werden können.
Ann-Marie MacDonald entwirft ein grandioses Porträt einer Epoche, bewegend und aufwühlend und ja, auch liebevoll, dass wir Menschen nur sind, der Gedanke beuge das Haupt dir, in einer Sprache, die vor Schönheit geradezu überwältigend ist. Eines der besten Bücher seit Jahren, eines, das im Gedächtnis bleibt, wo manches andere im schon zu oft Gelesenen versinkt. (Piper, € 12,95)

 

Sabine Deitmer, Scharfe Stiche

Ein Fall für Beate Stein, Krimi-Fans aus "Kalte Küsse" oder "Neon Nächte" bekannt,und dieses Mal erfahren Sie ganz nebenbei alles, was Sie nie wissen wollten, über Schönheitsoperationen.
Der Fall: Ein bekannter Schönheitschirurg wird vor seiner Klinik ermordet (und ziemlich zugerichtet) aufgefunden. Handelt es sich um die Rache eines unzufriedenen Patienten? Es sind nicht Wenige und nicht nur Frauen, die über "Risiken und Nebenwirkungen" nicht ausreichend aufgeklärt wurden. Oder stecken geschäftliche Interessen hinter der Tat? Denn in dieser Branche geht es um viel, sogar um sehr viel Geld. Netterweise entdeckt ausgerechnet die wortkarge Schülerpraktikantin den entscheidenden, zur überraschen Auflösung führenden Hinweis.
Nach dieser Lektüre wissen Sie mit absoluter Sicherheit, dass Sie sich nie, niemals freiwillig unter ein Messer begeben werden. Sie werden jeden Makel als das, was er ist betrachten. Menschlich.
(Fischer, € 8,95)